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Stand: 02.01.2010


Schloss-Open - Internationales Wertheraner Schachfestival

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17.05.10   Werther I: Sieg zum Abschluß trotz Aufstellungssorgen
In Rietberg gab es im letzten Mannschaftskampf der Saison einen souveränen 6:2-Erfolg. Dies kam angesichts der Probleme, überhaupt ein vollständiges Team an die Bretter zu kriegen, doch etwas überraschend. Zugegeben, den Gastgebern fehlten ihre beiden Spitzenspieler, und am Brett drei kamen wir in Person von Rüdiger zu einem kampflosen Punkt. Trotzdem ist es aller Ehren wert, den bisherigen Tabellenvierten noch überrundet zu haben und somit einen guten Abschluß einer Saison mit Licht und Schatten zu erreichen.

Im Vorfeld des Kampfes war bekannt, daß uns selbst bei 8:0-Erfolgen von Möhnesee und Lieme zwei Brettpunkte zum Nichtabstieg reichen würden. Nach dem oben erwähnten kampflosen Punkt für Rüdiger machte (wer sonst?) Jonas den Big Point. Er setzte seinen Gegner von Beginn an in einer Isolani-Stellung unter Druck und opferte sich dann klassisch zum Ziel. Sehr stark!

Danach gewannen Ralf nach einer spannenden Angriffspartie und Ersatzmann Michael gegen einen Königsinder, der nie aus den Puschen kam. Zwischenstand also 4:0.

Manfred Daub allerdings konnte die verschiedenen Drohungen nur durch Materialverlust abwehren und mußte dann letztlich die Segel streichen. Auch Matthias Gudath wehrte sich lange in einer passiven Stellung gegen das schließlich Unvermeidliche. Holger hingegen konnte in einer Partie, die hin und her wogte, einen Mehrbauern erwirtschaften. Dieser spielte in der Enphase der Partie aber eine geringere Rolle als der Figurengewinn, der dann schließlich zum Gewinn ausreichte. Den Schlußpunkt setzte Karl, der positionelle Vorteile in zunächst einen, dann zwei Bauern mehr verwandelte. Als sein Gegner im Endspiel das Matt mitten auf dem Brett nur durch Hergabe eines Springers vermeiden konnte, gab er einige Züge später auf.

Ein herzliches Dankeschön an die drei Ersatzspieler Gudath, Henkemeier und Daub, die mehr oder weniger kurzfristig einsprangen, um die Löcher zu stopfen, die durch Urlaub und Vaterwerden in der Personaldecke entstanden waren!

Unsere Stammspieler agierten über die Saison hinweg unterschiedlich erfolgreich: Jonas war super mit 7/9 an eins! Marko erfüllte die Erwartungen (4,5/8) ebenso wie Karl (5,5/9), der einen Durchhänger in der Mitte der Saion mit einem guten Finish wettmachen konnte. Oli (4,5/8) spielte sehr solide und konnte seine DWZ etwas verbessern. Rüdiger (2,5/8) und Holger (2,5/6) hingegen werden diese Spielzeit lieber vergessen wollen. Reiner mit 3/6 gab sich etwas zu zahm; Ralf jedoch mit 3,5/6 bei einem Gegnerschnitt, der 50 Punkte über seiner Zahl lag, kann natürlich ebenfalls sehr zufrieden sein. Für das gesamte Team ist der vierte Platz in der Abschlußtabelle bei 10:8 Punkten ein Ergebnis, das den Erwartungen entspricht. Auf ein neues in der nächsten Saison!
Mehr unter: http://http://www.ergebnisdienst.net/2009_2010/abfrage.ph?liga=64_11
Karl

28.04.10   Werther I: Letzte Abstieggsorgen bleiben
Am Sonntag unterlag unsere Erste dem SV Königgspringer Lemgo mit 3,5:4,5.

Dabei hatte es ganz gut begonnen, denn nach einem (bei dem schönen Wetter verständlichen) Kurzremis von Marko an Brett zwei konnte Karl seine Gegnerin mit zwei Bauern und einer Stellung mehr zur Aufgabe bewegen.

Das war es dann aber auch schon mit ganzen Punkten. Oli hatte bis tief ins Leichtfigurenendspiel hinein eine ausgeglichene Stellung und spielte ebenso remis wie Ralf (Turmendspiel) und Rainer (optisch bessere Stellung, jedoch mit der Gefahr, die Stellung zu überreißen). Daß Holger in beiderseitiger Zeitnot ein Friedensangebot bekam, war angesichts seiner gedrückten Stellung ohne Gegenspiel als eher positiv zu bewerten.

So kam es bei einer 3,5:2,5-Führung zur Verlängerung. Bei Rüdigers Partie war allerdings abzusehen, daß sie nicht zu halten sein würde, denn um einen frühen Damenverlust abzuwenden, hatte er eine Figur für zwei Bauern geben müssen. Trotz langanhaltenden Widerstandes gratulierte Rüdiger nach fünfeinhalb Stunden seinem Gegner.

In der letzten Partie hatte Jonas zunächst wohl ungefähren Ausgleich erreicht, jedoch eine recht dröge Stellung erhalten, die dem Lemgoer Blübaum mehr zu liegen schien. Irgendwann standen die weiße Dame und der weiße Springer besser als die schwarze Dame und der schwarze Läufer, was letztlich zu Bauern- und Partieverlust führte.

Mit dieser knappen Niederlage bleiben Restzweifel am Klassenverbleib erhalten. Um sicher nicht abzusteigen, benötigt die Erste im letzten Saisonspiel zwei Brettpunkte (z.Zt. Werther 8 MP, 33,5 BP; Lieme 6 MP, 27 BP), denn Lieme spielt gegen die bereits abgestiegenen Heeper, was ein 8:0 für Lieme zumindest als nicht völlig ausgeschlossen erscheinen läßt. Also: Daumen drücken am 16.5.!
Mehr unter: http://www.ergebnisdienst.net/2009_2010/abfrage.php?liga=64_11
Karl

19.04.10   Halle IV - Werther II 0,5:6,5
Am letzten Spieltag der Bezirksliga TWW konnten die Wertheraner ihrer Favoritenrolle gegen Halle IV vollauf gerecht werden und siegten mit 6,5:0,5.

Bereits recht früh hatten sich die Wertheraner an allen Brettern, ausser an eins und mit Abstrichen an drei positionelle und zum Teil erhebliche Materialvorteile erspielt. Nur Eckhard Bohlmann am Spitzenbrett war im Albins Gegengambit ("diese Eröffnung war mir völlig unbekannt") unter Druck geraten. Zwar konnte Eckhard alle unmittelbaren Drohungen parieren, verblieb jedoch mit der schlechteren Bauernstruktur und war ganz froh, dass sein Remisangebot akzeptiert wurde.
Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits Cem Uyanik und Milan Spendel ihre Partien gewonnen, Bernhard Sahrhage hatte eine Mehrfigur, Volker Meise eine Mehrqualität und einen Mehrbauern und Matthias Gudath stand auch klar auf Gewinn.
Horst-Lothar Fister an drei führte unter Opfern einen wüsten Königsangriff, der - wie Karl Kiel später in der Analyse nachwies - bei richtiger schwarzer Spielweise wohl scheitern sollte. Horsts Gegner fand aber nicht die richtige Fortsetzung, so dass Horst am Ende eine Figur und drei Bauern mehr besass. Mehr als genug, um die Partie zu gewinnen, genau wie an den anderen Brettern auch.

Werther II schließt damit die Tabelle als vierter ab, exakt die Position, die man auf Grund der Spielstärke auch vorher erwarten durfte.
Top-Scorer der Saison ist Marius Neumann mit 6/6 (100% Super!) vor Milan Spendel (1,5/2), Volker Meise (6/9), Cem Uyanik (2/3) und Matthias Gudath (6,5/10), der damit absolut gesehen die meisten Punkte für uns erkämpfte.
Die meisten Einsätze - elf - hatte Horst Fister, der nicht nur an jedem Spieltag dabei war, sondern auch immer einen Gegner vorgesetzt bekam, leider keine Selbstverständlichkeit in dieser Liga.
Mehr unter: http://www.ergebnisdienst.net
Volker Meise

18.04.10   Noch ein Jahr Bezirksliga
Nachdem schon alle Aufstiegsambitionen der III. - inzwischen muss man leider sagen berechtigterweise - begraben worden waren, fand heute der letzte Mannschaftskampf der Serie statt. Gegner Künsebeck trat wie gewohnt mit leerem 1. Brett an und gab auch den Punkt an 6 kampflos ab. An den anderen fünf Brettern entwickelten sich aber zähe Auseinandersetzungen. Den ersten Sieg für Werther holte Manfred Daub am letzten Brett, der seinen Gegner von Beginn an überspielte und sicher abschloss. Ebenfalls einen Start-Ziel-Sieg ließ Markus Henkemeier sehen, der geschickt die Positionsschwächen seines Gegners ausnutzte und recht zügig zum vollen Punkt kam. Nach ca. 3 Stunden nahm Lars Möllmeier ein Remisangebot seines Gegners an, da die Stellung kaum noch Gewinnperspektiven bot. Am zweiten Brett kämpfte Ekkehard Hufendiek hartnäckig, geriet aber immer härter an die erste Zeitgrenze und nahm deswegen das Remisangebot seines Kontrahenten an. Wie üblich als letzter beendete Michael Henkemeier seine Partie, in der nach günstig verlaufener Eröffnung kleine Fehlgriffe des Gegners in ein günstiges Turm-Springer-Endspiel führten. Ein durchlaufender Bauer brachte Werther dann den Schlusspunkt zum 6:1.
Nach elf Kämpfen steht Werther III damit ungeschlagen, aber nach Brettpunkten als Tabellenzweiter hinter Steinhagen I da. Das Ziel Wiederaufstieg wurde damit verpasst. Schade - Schade.
Erfolgreichster Spieler war Manfred Daub mit 8,5/9 (= 94%) vor Markus Henkemeier mit 9/10 (= 90%) und Reinhard Milsmann mit 8/9 (89%). Negative Ausreißer im Leistungsbereich hat es gar nicht gegeben. Die DWZ-Gewinne halten sich allerdings aufgrund der extrem tiefliegenden Gegnerschnitte
in engen Grenzen.
Also: Auf in die nächste Saison - das Ziel bleibt!
hm

25.03.10   Tabellensituation Regionalliga
Erwartungsgemäß hat Brackwede gegen Heepen am letzten Spieltag gewonnen. Somit geht es für unsere erste in den beiden verbleibenden Mannschaftskämpfen gegen Lemgo und Rietberg nur noch darum, mit einem weiteren Punkt die letzten Abstiegszweifel zu zerstreuen.
Karl

21.03.10   SK Werther I - SpVg Möhnesee I 5,5:2,5
Durch einen klaren 5,5:2,5-Erfolg sicherte sich die Erste beste Karten für die Endphase der Meisterschaft. Ein Punkt aus den verbleibenden beiden Mannschaftskämpfen gegen Lemgo und Rietberg sollte in jedem Fall ausreichen, um den Abstieg zu vermeiden.

Um fünf nach zehn war außer dem ersten Brett noch keiner der Schachfreunde aus Möhnesee aufgetaucht. Da wir aber eine freundliche Truppe sind, wurde dies nicht zum Anlaß für einen offiziellen Protest genommen, und der Verlauf des Kampfes bestätigte diese Haltung: Wir zeigen lieber am Brett, daß die Punkte in Werther bleiben!

Daß das frühe Erscheinen dem Spitzenspieler aus Möhnesee nicht gut getan hatte, zeigte sich recht bald: Jonas konnte den weißen König mit einem Qualitätsopfer in der Mitte festhalten, gewann schnell einen Läufer und brachte seinen Gegner so dazu, bereits nach ungefähr 20 Zügen das Handtuch zu werfen. Stark gespielt von unserer Nummer eins!

Danach dauerte es eine ganze Weile, bis die nächste Partie beendet wurde. Rüdiger hatte mit Schwarz in der Eröffnung eine vorteilhafte Fortsetzung versäumt und mußte sich eines leichten Drucks erwehren. Seinem Gegner fiel allerdings bald nichts mehr ein, und nach einigem Figurentausch entstand eine Stellung, die keinem der beiden Kontrahenten noch etwas greifbares bot, sodaß remis die logische Konsequenz war.
Auch bei Oli stand am Ende ein unentschieden zu Buche, wobei es hier lebhafter zur Sache ging. Zunächst sah es so aus, als hätte unser Mann mit seinem Raumvorteil das bessere Spiel, und er konnte sogar einen Freibauern auf e6 einpflanzen. Um diesen dann allerdings nicht einfach so zu verlieren, opferte er die Qualität und bekam so starken Angriff, daß sein Gegner besänftigend die Qualle zurückgab. Angesichts des entstehenden dynamischen Gleichgewichts und der heraufziehenden Zeitnot einigte man sich auch hier auf remis.

Kurz darauf konnte Ralf, der schon früh eine Figur gewonnen hatte, seine Partie für sich entscheiden. In ohnehin schon schwieriger, wahrscheinlich verlorener Stellung stellte sein Gegner einzügig die Dame ein.
Auch Karl gewann, nachdem sein Gegner versäumt hatte, mehr Druck aufzubauen. Eine Mehrqualität und zwei verbundene Freibauern waren am Ende ausschlaggebend.

Somit stand es 4:1. Die drei noch laufenden Partien von Marko, Holger und Reiner verlangten den Zuschauern allerdings noch einiges ab.
Marko konnte sich schließlich in ein Enspiel retten, daß trotz gleichfarbiger Läufer und einem Minusbauern remis war. Holger ließ in beiderseitiger Zeitnot seinen Gegner zu gefährlichem Gegenspiel kommen, das jedoch nur ausreichte, die zuvor geopferte Qualität und einen Bauern zu gewinnen. Bei ungelichfarbigen Läufern war das Endspiel dann totremis. Reiner schließlich einigte sich nach sehr wechselhaftem Verlauf ebenfalls auf unentschieden. Die Schlußstellung war möglicherweise etwas besser für unser siebentes Brett, allerdings hatte er im Verlauf der Partie einige bange Momente überstehen müssen.

Insgesamt also ein verdienter Sieg! Ein Ergebnis des Spieltages liegt mir zur Zeit noch nicht vor. Falls wider Erwarten Heepen den Favoriten aus Brackwede schlägt, entsteht die verrückte Tabellenkonstellation, dass zwei Mannschaften mit neun Punkten (Brackwede und Lemgo) gefolgt werden von vier Mannschaften mit jeweils acht Punkten. Dann wäre der nächste Kampf gegen Lemgo sogar so etwas wie ein Aufstiegsduell!
Karl

21.03.10   Werther II - Versmold II 4,5:2,5
Nachdem wir vor 14 Tagen gegen Versmolds Dritte gewonnen hatten, konnten wir uns heute gegen die stärkere Zweite ebenfalls durchsetzen.

Wir starteten schon mit einem 1:0 Vorsprung, da bei den Versmoldern das dritte Brett fehlte. Aber bevor dieses Ergebnis "amtlich" wurde, glichen die Versmolder aus. Horst-Lothar Fister hatte an Brett vier gegen Heinz Schneider in zumindest ausgeglichener, vielleicht sogar besserer Stellung schlankweg die Dame stehen lassen.

Die anderen Bretter sahen uns zum Teil in überlegener, ansonsten gleich stehender Position.
Eckhard Bohlmann an eins hatte einen ausgesprochen schwerblütigen, positionell angelegten Sizilianer vor sich, Volker Meise(2)führte eine ziemlich gleich stehende Partie mit etwas wackeligem Raumvorteil, Marius Neumann(5) dagegen hatte die Traumstellung eines jeden Französisch-Spielers erreicht: der schlechte weißfeldrige Läufer eroberte die Turmqualität.
Matthias Gudath(6) spielte schon früh mit einer Mehrfigur und Cem Uyanik an sieben stand zumindest nicht schlechter.

Nach zweieinhalb Stunden konnten dann Matthias und Marius ihre Partien zum Gewinn führen. Leider hatte sich Cem irgendwie verdribbelt und fand sich in einem schlechten, aber vielleicht haltbaren Bauernendspiel wieder. Cem fand aber hier nicht mehr die richtigen Züge und das Eindringen von Burkhard Heptners König entscheid die Partie zugunsten der Versmolder.

Inzwischen war Volker im Glück geblieben: ein Übersehen seines Gegners brachte Volker den eminent wichtigen Bauern auf d5 ein, wonach Volker nicht nur einen Mehbauern besaß sondern die schwarze Stellung völlig auseinanderbrach, sieben Züge später gabe sein Gegner die hoffnunglose Partie auf.

Der Mannschaftskampf war damit entschieden, und die beiden Kontrahenten am Spitzenbrett einigten sich in ihrer immer noch sehr ruhigen Stellung auf remis.
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Volker Meise

07.03.10   VersmoldIII - Werther II 1,5:5,5 Verdient aber zu hoch
Unerwartet schwer taten sich die Wertharener gegen die deutlich DWZ-schwächeren Versmolder. Das klare Endergebnis täuscht darüber hinweg, dass unsere sympathischen Versmolder Gastgeber unter Wert geschlagen wurden.

Wir begannen den Wettkampf bereits mit einem 0:1 Rückstand, weil unser erstes Brett kampflos ausfiel.
Da die notorischen Eröffnungskrawallmacher (Horst und Volker) diesmal die schwarzen Steine führten entwickelte sich an allen Brettern zunächst ein ruhiges, positionelles und seriöses Schach.
Ganz so verhalten wie die beiden Versmolder Frank Hubrig gegen Bernhard Sahrhage an Brett sieben und Andreas Sudermann gegen Volker Meise an zwei darf man es aber auch nicht angehen, so konnte Bernhard bereits im frühen Mittelspiel mit einem Turm auf siebte Reihe einsteigen, den zweiten nachschicken und durch Einschaltung der Dame ein nicht zu parierendes Mattnetz flechten.
Volker hatte sozusagen zeitgleich eine sizilianische Idealstellung erreicht: Läuferpaar, Entwicklungsvorsprung, Initiative und in der Folge Zentrumsdurchbruch mit den Bauernzügen e5 und d5. Wie so häufig, wenn man in einer schwierigen Stellung kämpft passieren Fehler, hier übersah Andreas eine Springergabel, die ihm kompensationslos den Läufer kostete. Wenige Züge später gab er die nun gänzlich hoffnungslose Partie auf, damit 2:1 für uns.

So klar sah es an den anderen Brettern aber nicht aus, zwar hatten sich Peter Fuchs (3) und Marius Neumann (5) positionelle Vorteile erspielen können, dafür war aber der sonst so sichere Matthias Gudath (6) Opfer seiner - vorsichtig formuliert - sorglosen Eröffnungsbehandlung geworden. Sein Gegner Falk Demmel hatte nicht nur zwei Mehrbauern sondern zusätzlich noch einen gefährlichen Königsangriff inszeniert. Die noch sehr junge Julia Burova hatte gegen Horst Fister (4)sich mit bemerkenswertem Positionsverständnis in einer absolut geschlossenen Stellung - es wurde bis zum Schluß kein Bauer getauscht - eine im höheren Sinne Gewinnstellung erspielt, wählte dann aber aus freien Stücken eine Dauerschachvariante. Glück für uns, ein(e) erfahrenere(r) Spieler(in) hätte das vermutlich weiter gespielt.
Noch mehr Glück hatte Matthias, Falk hatte in seinem Nachdenken über die zwingende Mattkombination das Naheliegende übersehen: ein simpler Turmeinsteller kippte die Partie zu unseren Gunsten.
Schließlich gewannen auch Marius und Peter ihre Partien, wenig spektakulär, aber mit der zwingenden Logik ihres "Capablanca-Stils" einfach nur gut.



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Volker Meise

15.02.10   Pflichtsieg: Wittekinds Knappen - SK Werther I 2:6
Mit einem nie gefährdeten Sieg entledigte sich unsere Erste der Pflichtaufgabe gegen die Knappen.

Durch (wie üblich) zwei freigelassene Bretter an sieben und acht kamen Ralf und Ersatzmann Milse Merckx zu kampflosen Erfolgen. Wenn noch Zweifel an der Lösbarkeit der Aufgabe bestanden hatten, den Tabellenletzten in die Schranken zu weisen, so waren sie spätestens nach einer Stunde verflogen, denn zu diesem Zeitpunkt standen auch die restlichen sechs Bretter bereits ganz ordentlich.
Reiner gönnte sich deshalb auch eine Auszeit und machte nach erfolgter Eröffnung remis.

Dann passierte längere Zeit nichts, nur Oli (mit Schwarz) schwenkte auf die Siegerstraße ein und ließ einen in der Eröffnung abgegebenen Bauern nachträglich als starkes Opfer erscheinen. Den in der Mitte steckengebliebenen weißen König komplimentierte er bis nach g4, wo die Luft dann zu dünn war. So stand es 3,5:0,5 und alle anderen Bretter standen entweder ausgeglichen oder besser für uns.

Jonas hatte bei entgegengestezten Rochaden den weitaus stärkeren Angriff entwickeln können und gewann überzeugend. Marko hatte früh die Damen getauscht und stellte schließlich seine Versuche ein, ein vielleicht etwas besseres Endspiel zu gewinnen. Karl hatte eigentlich sowohl positionelle Vorteile als auch starken Angriff, verbrauchte jedoch viel Zeit und ließ sich schließlich auf eine Schaukel ein, statt ein deutlich besseres Endpiel zu erreichen. Schließlich hatte auch Rüdiger keine Lust mehr, aus einer minimal besseren Stellung heraus etwas Greifbares zu entwickeln, sodaß auch hier remis vereinbart wurde.

Dieser Pflichtsieg bedeutet allerdings noch keine Entspannung im Abstiegskampf, da es sehr viele Mannschaften mit ausgeglichenem Punktekonto gibt und sogar Heepen nach einem Sieg wieder einen Silberstreif am Horizont ausmachen kann. In der nächsten Runde kommt mit Möhnesee ebenfalls eine Mittelfeldmannschaft nach Werther; hier gibt es einen gute Möglichkeit, das Abstiegsgespenst ziemlich weit weg zu jagen.
Karl

07.02.10   WertherII - Halle III 3,5 :3,5
Das Mannschaftsremis geht letzten Endes in Ordnung, obwohl mit etwas mehr Glück für uns auch ein Sieg möglich gewesen wäre.

Schon früh brachte uns Marius Neumann, der bereits in der Eröffnung die Dame für einen Turm gewinnen konte, 1:0 in Führung. Das dies der einzige Wertheraner Sieg bleiben sollte war zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht absehbar:
Peter Fuchs an Brett drei, Horst-Lothar Fister an vier, Matthias Gudath an sieben und Volker Meise an zwei - letzterer allerdings nach wüster und unkonventioneller Eröffnung von beiden Seiten auf Messers Schneide, standen aussichtsreich bis besser, Eckhard Bohlmann(1) und Milan Spendel(5) ausgeglichen.
So endeten die beiden Partien an eins und fünf leistungsgerecht remis.
Leider lief Horst-Lother in deutlich besserer Stellung in ein Dauerschach seines Gegners und Peter hatte sich von dem alten Fuchs Herbert Müller irgendwie noch behumsen lassen, stand mit zwei Minusbauern einfach auf Verlust.
Inzwischen war die Partie an Brett zwei, in der weder Volker Meise noch Dieter Ahlemeyer wohl wirklich durchgeblickt hatten, soweit verflacht, dass sich die beiden auf remis einigten.
Trotzdem sah es immer noch nach einem Mannschaftserfolg für uns aus, denn Matthias hatte seine Eröffnungsvorteile in zwei gesunde Mehrbauern und damit in eine klare Gewinnstellung verwandeln können. Leider übersah er einen kleinen Trick seines jungen Gegners, der ihn den Springer kostete. Unverdrossen spielten aber beide das Endspiel mit K+D+5B (Matthias) gegen K+D+L+3B solange auf Gewinn weiter bis nur noch die Könige auf dem Brett waren.
Vorher hatte schon Peter seine Partie aufgegeben. Dabei hatte Peter mit zäher Verteidigung in schwieriger Stellung einen Bauern zurückgewinnen können, leider reichte der verbliebene Mehrbauer zum Sieg von Herbert Müller.
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Volker Meise

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